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Partner Mechanik: War sie ein Fehler in Magic: The Gathering?

  • Die Partner Mechanik revolutionierte Commander, indem sie zwei Kommandeure pro Deck erlaubte.
  • Sie förderte beispiellose Flexibilität und Kreativität im Deckbau sowie neue Farbkombinationen.
  • Kritikpunkte umfassen Power Creep, die Dominanz bestimmter Paare und Balancing-Herausforderungen.
  • Besonders in kompetitiven Kreisen (cEDH) prägen Partner-Kommandeure die Meta maßgeblich.
  • Wizards of the Coast verfolgt seitdem einen vorsichtigeren Ansatz bei ähnlichen Mechaniken.

Die Partner Mechanik in Magic: The Gathering hat das Commander-Format nachhaltig geprägt und eine Debatte ausgelöst, die bis heute anhält: War diese innovative Fähigkeit ein genialer Schachzug oder ein folgenschwerer Fehler? Seit ihrer Einführung hat sie die Art und Weise, wie Spieler ihre Decks zusammenstellen und Strategien entwickeln, grundlegend verändert. Während sie unbestreitbar neue Möglichkeiten für Kreativität und Synergien eröffnete, führte sie gleichzeitig zu einem signifikanten Anstieg des Power Levels und einer Dominanz bestimmter Kartenkombinationen. Dieser Artikel beleuchtet die Ursprünge, Vorteile, Kritikpunkte und die langfristigen Auswirkungen der Partner Mechanik auf das beliebteste Multiplayer-Format von Magic.

Einführung der Partner Mechanik: Ursprung und Ziel

Die Partner Mechanik wurde erstmals mit den Commander-Decks von Commander 2016 (C16) eingeführt und zielte darauf ab, die Vielfalt und Flexibilität im Commander-Format drastisch zu erhöhen, indem sie Spielern erlaubte, zwei legendäre Kreaturen als ihre Kommandeure zu wählen, solange beide die Partner-Fähigkeit besaßen. Vor C16 war es üblich, nur einen einzelnen Kommandeur zu haben, dessen Farbidentität die des gesamten Decks bestimmte. Dies schränkte die verfügbaren Farbkombinationen und damit die strategischen Optionen ein.

Mit Partner konnten Spieler nun Decks mit drei, vier oder sogar allen fünf Farben bauen, indem sie zwei Kommandeure wählten, deren kombinierte Farbidentität diese breiteren Spektren abdeckte. Das Hauptziel war es, den Deckbau zu erweitern, neue Synergien zu ermöglichen und den Spielern mehr Ausdrucksmöglichkeiten für ihre individuellen Spielstile zu bieten. Die Idee war, dass die Kommandeure sich gegenseitig ergänzen und so einzigartige Strategien fördern würden, die mit einem einzelnen Kommandeur nicht möglich gewesen wären.

Ein frühes Beispiel, das die Möglichkeiten der Partner Mechanik verdeutlichte, ist Kraum, Ludevic's Opus.

Statistik Wert
Kosten 4 Tinte
Farbe Blau, Rot
Stärke / Willenskraft 4 / 4
Typ Legendary Creature — Zombie Horror
Fähigkeit Fliegend, Eile. Immer wenn ein Gegner in einem Zug seinen zweiten Zauberspruch wirkt, ziehe eine Karte.

Kraum bietet nicht nur eine solide Bedrohung in der Luft, sondern auch wertvollen Kartenvorteil, was ihn zu einer beliebten Wahl für Partner-Paare macht, die auf Kontrolle und Value abzielen. Er konnte mit einem Partner wie Tymna the Weaver kombiniert werden, um eine Vierfarben-Strategie mit aggressivem Kartenziehen zu ermöglichen, was zuvor undenkbar gewesen wäre. Diese neue Freiheit im Deckbau war es, die die Spieler zunächst begeisterte und die Partner Mechanik schnell zu einem festen Bestandteil des Commander-Formats machte. Entdecken Sie die Vielfalt der Commander-Decks in unserer Kollektion.

Die Vorteile der Partner Mechanik: Flexibilität und Kreativität

Die Partner Mechanik hat das Commander-Format in Bezug auf Flexibilität und Kreativität maßgeblich bereichert, indem sie den Spielern eine beispiellose Freiheit beim Deckbau bot und eine Fülle neuer synergistischer Kombinationen ermöglichte. Der offensichtlichste Vorteil ist die erweiterte Farbauswahl. Mit zwei Kommandeuren konnten Spieler auf eine größere Farbpalette zugreifen, was den Zugang zu mächtigen Karten und Strategien aus verschiedenen Farben ermöglichte. Ein Partner-Paar mit einer kombinierten Farbidentität von vier Farben, wie beispielsweise Blau, Schwarz, Grün und Weiß (Bant + Schwarz), eröffnete völlig neue Deckbauwege, die zuvor nur über komplexe Fünffarben-Kommandeure mit weniger spezifischen Fähigkeiten erreichbar waren.

Diese Erweiterung der Farboptionen führte direkt zu einer Steigerung der Kreativität. Spieler konnten nun Kommandeure wählen, die nicht nur farblich, sondern auch thematisch und strategisch perfekt zueinander passten. Ein Kommandeur könnte beispielsweise eine bestimmte Ressource generieren, während der andere diese Ressource optimal nutzt. Dies förderte die Entdeckung neuer Synergien und Spielstile. Anstatt sich auf die Fähigkeiten eines einzelnen Kommandeurs zu verlassen, konnten Spieler komplexe Interaktionen zwischen zwei Karten in ihrer Kommandozone planen, die jederzeit zugänglich waren. Dies führte zu Decks, die dynamischer und widerstandsfähiger gegenüber Removal waren, da immer noch ein Kommandeur übrig blieb, um das Spiel fortzusetzen.

Ein hervorragendes Beispiel für eine Partner-Kombination, die auf Synergie und Flexibilität setzt, ohne sofort die Meta zu dominieren, ist das Paar Ishai, Ojutai Dragonspeaker und Kraum, Ludevic's Opus.

Statistik Wert
Kosten 4 Tinte
Farbe Weiß, Blau
Stärke / Willenskraft 1 / 1
Typ Legendary Creature — Dragon Monk
Fähigkeit Fliegend. Immer wenn ein Gegner einen Zauberspruch wirkt, lege eine +1/+1-Marke auf Ishai, Ojutai Dragonspeaker.

Ishai wächst im Laufe des Spiels zu einer großen Bedrohung heran, während Kraum Kartenvorteil liefert und eine aggressive Option darstellt. Zusammen bilden sie ein starkes Kontroll- und Value-Paar in den Farben Jeskai (Blau, Rot, Weiß), das sowohl Druck ausüben als auch Karten ziehen kann. Diese Art von Kombinationen zeigte das Potenzial der Partner Mechanik, das Format zu bereichern und vielfältiger zu gestalten. Die Möglichkeit, das Deck um zwei zentrale Figuren herum aufzubauen, die sich gegenseitig verstärken, inspirierte viele Spieler, über traditionelle Deckbaukonzepte hinauszudenken und einzigartige Strategien zu entwickeln. Erweitern Sie Ihre Sammlung mit den neuesten Magic: The Gathering Singles.

Kritikpunkte und Nachteile: Power Creep und Meta-Dominanz

Trotz der unbestreitbaren Vorteile, die die Partner Mechanik in Bezug auf Flexibilität und Kreativität bot, sah sie sich schnell mit erheblichen Kritikpunkten konfrontiert, die hauptsächlich auf ihren Beitrag zum Power Creep und die Meta-Dominanz bestimmter Paarungen zurückzuführen waren. Das Kernproblem liegt in der inhärenten Stärke, zwei Kommandeure anstelle von einem zu haben. Zwei Kommandeure bedeuten zwei dauerhaft zugängliche Fähigkeiten, doppelte Angriffsoptionen und oft eine erweiterte Farbidentität, die den Zugang zu einem größeren Pool an mächtigen Karten ermöglicht. Dies verleiht Partner-Decks einen signifikanten Vorteil gegenüber traditionellen Einzel-Kommandeur-Decks.

Ein Hauptkritikpunkt ist der Kartenvorteil. Viele Partner-Kommandeure, insbesondere die aus Commander 2016 und Commander Legends (CMR), bieten von sich aus Kartenvorteil oder Mana-Ramp. Wenn zwei solcher Kommandeure kombiniert werden, kann dies zu einer unaufhaltsamen Engine führen, die das Spielgeschehen dominiert. Das Problem des Power Creep wurde besonders deutlich, als einige Partner-Paare begannen, die kompetitive Commander-Meta (cEDH) zu dominieren. Ihre Effizienz und Konsistenz waren so hoch, dass sie andere Decks in den Schatten stellten.

Das wohl berüchtigtste Beispiel für ein solches Meta-dominierendes Paar ist Thrasios, Triton Hero und Tymna the Weaver.

Statistik Wert
Kosten 2 Tinte
Farbe Blau, Grün
Stärke / Willenskraft 1 / 1
Typ Legendary Creature — Merfolk Wizard
Fähigkeit Partner. 4 – Scry 1, dann zeige die oberste Karte deiner Bibliothek vor. Wenn es eine Nicht-Land-Karte ist, lege sie auf deine Hand.
Statistik Wert
Kosten WB
Farbe Weiß, Schwarz
Stärke / Willenskraft 2 / 2
Typ Legendary Creature — Human Cleric
Fähigkeit Partner. Erstschlag. Immer wenn du in diesem Zug einem Spieler Kampfschaden zugefügt hast, ziehe für jeden Spieler, dem du Kampfschaden zugefügt hast, eine Karte.

Thrasios ist ein unbegrenzter Mana-Sink, der Kartenvorteil generiert, während Tymna bei erfolgreichen Angriffen ebenfalls Karten nachzieht und Zugang zu den mächtigen Farben Weiß und Schwarz bietet. Zusammen decken sie die Farbkombination Bant + Schwarz (WUBG) ab und bilden eine der mächtigsten und flexibelsten Combo-Engines in cEDH. Diese Kombination kann unendliches Mana erzeugen, die gesamte Bibliothek ziehen und das Spiel mit verschiedenen Game-Winning-Combos beenden. Die schiere Effizienz und die breite Farbauswahl dieses Paares machten es zur ersten Wahl für viele kompetitive Spieler, was zu einer Homogenisierung der Meta führte.

Die Herausforderung für Wizards of the Coast bestand darin, neue Karten zu entwerfen, die mit solchen Partner-Paaren mithalten konnten, ohne selbst übermäßig mächtig zu werden. Dies führte zu einer Spirale des Power Creep, bei der immer stärkere Karten benötigt wurden, um relevant zu bleiben. Die Partner Mechanik, obwohl gut gemeint, hatte unbeabsichtigte Konsequenzen, die die Balance des Formats infrage stellten und viele Spieler dazu veranlassten, sie als "Fehler" in der Designphilosophie zu betrachten.

Partner im Commander-Format: Eine Meta-Analyse

Die Einführung der Partner Mechanik hat das Commander-Format, insbesondere im kompetitiven Bereich (cEDH), tiefgreifend verändert und eine signifikante Meta-Analyse erforderlich gemacht. Die Fähigkeit, zwei Kommandeure zu haben, deren Fähigkeiten sich ergänzen und deren kombinierte Farbidentität den Zugang zu einem breiteren Kartenspektrum ermöglicht, hat dazu geführt, dass Partner-Kommandeure überproportional in den Top-Decks vertreten sind.

Die Dominanz von Partner-Paaren lässt sich durch mehrere Faktoren erklären:

  1. Konsistenz und Redundanz: Zwei Kommandeure in der Kommandozone bieten eine höhere Konsistenz. Fällt ein Kommandeur einem Removal zum Opfer, steht der andere noch zur Verfügung, um Druck auszuüben oder Synergien zu starten.
  2. Kartenvorteil aus der Kommandozone: Viele Partner-Kommandeure sind selbst Kartenvorteil-Engines (Tymna the Weaver, Kraum, Ludevic's Opus) oder Mana-Sinks (Thrasios, Triton Hero), die jederzeit zugänglich sind und das Spiel auch ohne weitere Handkarten vorantreiben können.
  3. Zugang zu den besten Farben: Die beliebtesten Partner-Paare bieten Zugang zu den stärksten Farben in Commander (Blau für Counterspells und Draw, Grün für Ramp und Tutors, Schwarz für Tutors und Removal, Weiß für Stax und Protection).

Betrachten wir einige der prominentesten Partner-Paare, die die cEDH-Meta geprägt haben:

Partner 1 Partner 2 Farbkombination Archetyp
Thrasios, Triton Hero Tymna the Weaver Bant + Schwarz (WUBG) Midrange, Combo, Control
Kraum, Ludevic's Opus Tymna the Weaver Jeskai + Schwarz (WUBR) Control, Value, Combo
Kodama of the East Tree Sakashima of a Thousand Faces Simic (UG) Combo, Polymorph
Rograkh, Son of Rohgahh Silas Renn, Seeker Adept Grixis + Schwarz (UBR) Storm, Artifact Combo
Bruse Tarl, Boorish Herder Ikra Shidiqi, the Usurper Mardu + Grün (WBRG) Aggro, Lifegain, Midrange

Das Paar Thrasios, Triton Hero und Tymna the Weaver ist nach wie vor das Aushängeschild der Partner-Dominanz. Ihre Fähigkeit, schnell Kartenvorteil zu generieren und unbegrenzte Mana-Combos zu ermöglichen, macht sie extrem vielseitig und schwer zu kontern.

Kodama of the East Tree und Sakashima of a Thousand Faces aus Commander Legends (CMR) sind ein weiteres Beispiel für ein mächtiges Partner-Paar.

Statistik Wert
Kosten 4GG
Farbe Grün
Stärke / Willenskraft 6 / 6
Typ Legendary Creature — Spirit
Fähigkeit Partner. Immer wenn eine andere Kreatur auf das Schlachtfeld kommt, kannst du eine bleibende Karte mit geringeren oder gleichen Manakosten aus deiner Hand auf das Schlachtfeld bringen.
Statistik Wert
Kosten 2UU
Farbe Blau
Stärke / Willenskraft 3 / 3
Typ Legendary Creature — Human Rogue
Fähigkeit Partner. Wenn Sakashima of a Thousand Faces auf das Schlachtfeld kommt, kannst du wählen, dass es eine Kopie einer Kreatur auf dem Schlachtfeld wird, außer dass es zusätzlich eine legendäre Kreatur ist und die Fähigkeit "Partner" besitzt.

Diese beiden ermöglichen explosive Combo-Züge, bei denen Sakashima eine Kopie von Kodama wird, was es erlaubt, mehrere bleibende Karten vom Typ Land oder Kreatur aus der Hand ins Spiel zu bringen und so schnell das Board mit einer Fülle von Permanents zu füllen.

Die Prävalenz dieser Paare hat die Meta insofern beeinflusst, als viele Decks nun darauf ausgelegt sind, entweder selbst Partner zu nutzen oder Partner-Decks effektiv zu begegnen. Dies hat zu einer gewissen Homogenisierung geführt, da bestimmte Strategien und Karten, die gut gegen Partner-Decks sind, überrepräsentiert werden. Obwohl Partner-Kommandeure das Format vielfältiger gemacht haben, indem sie neue Farbkombinationen ermöglichten, haben die mächtigsten Paare paradoxerweise die Vielfalt an der Spitze der Meta reduziert. Werfen Sie einen Blick auf die Booster-Boxen von Commander Legends, um Ihre eigenen Partner zu finden.

Vergleich mit ähnlichen Mechaniken: Was lernen wir daraus?

Die Partner Mechanik war nicht die einzige ihrer Art, die versuchte, die Möglichkeiten der Kommandozone zu erweitern. Wizards of the Coast hat seitdem mehrere ähnliche Konzepte eingeführt, die zeigen, wie sie versucht haben, die Lehren aus Partner zu ziehen und ausgewogenere Designs zu schaffen.

  1. Partner with (Battlebond, BBND): Diese Mechanik wurde 2018 im Set Battlebond (BBND) eingeführt und stellt eine direktere, eingeschränktere Variante von Partner dar. Im Gegensatz zur ursprünglichen Partner Mechanik, bei der jeder Partner-Kommandeur mit jedem anderen Partner-Kommandeur kombiniert werden konnte, erlaubt "Partner with" nur feste Paare. Zum Beispiel hat Rowan Kenrith die Fähigkeit "Partner with Will Kenrith". Dies bedeutet, dass man nur diese beiden Kommandeure zusammen in der Kommandozone haben kann.
Mechanik Flexibilität Balancing Schwierigkeit
Partner Hoch (jede Partner-Kombination) Hoch
Partner with Gering (feste Paare) Gering
Diese Einschränkung macht das Balancing erheblich einfacher, da Wizards nur die Stärke des spezifischen Paares bewerten muss, anstatt die unzähligen Kombinationen aller Partner-Kommandeure zu berücksichtigen. Die "Partner with"-Karten sind oft thematisch zusammenhängend und ihre Fähigkeiten sind aufeinander abgestimmt, um eine spezifische, aber nicht übermächtige Synergie zu erzeugen. Dies ist ein klares Zeichen dafür, dass Wizards die unkontrollierbare Natur der ursprünglichen Partner Mechanik erkannt und einen Weg gefunden hat, das Konzept auf sicherere Weise umzusetzen. Entdecken Sie die einzigartigen Paare in [Battlebond Draft Boostern](/products/battlebond-draft-booster).
  1. Backgrounds (Commander Legends: Battle for Baldur's Gate, CLB): Im Jahr 2022 wurde mit Commander Legends: Battle for Baldur's Gate (CLB) eine weitere Mechanik eingeführt, die an Partner erinnert: Backgrounds. Bestimmte legendäre Kreaturen haben die Fähigkeit "Choose a Background", die es ihnen erlaubt, eine Verzauberung vom Typ "Background" als zweiten Kommandeur zu haben. Die Farbidentität des Decks wird dann durch die Farben der legendären Kreatur und der gewählten Background-Verzauberung bestimmt.
Mechanik Flexibilität Balancing Schwierigkeit
Background Mittel (Legendäre Kreatur + Background) Mittel
Diese Mechanik ist flexibler als "Partner with", da jede "Choose a Background"-Kreatur mit jeder Background-Verzauberung kombiniert werden kann. Allerdings sind die Background-Verzauberungen in der Regel weniger mächtig als vollwertige legendäre Kreaturen und ihre Fähigkeiten sind oft eher unterstützend als spielentscheidend. Dies schafft ein gutes Gleichgewicht zwischen Flexibilität und Power Level. Ein Beispiel wäre *Candlekeep Sage* mit *Acolyte of Bahamut*. Der *Candlekeep Sage* bietet Kartenvorteil, während der *Acolyte of Bahamut* die Kosten für Drachen senkt. Diese Kombination ist thematisch und synergistisch, aber selten meta-dominierend. Stöbern Sie in den Angeboten zu [Commander Legends: Battle for Baldur's Gate](/products/commander-legends-battle-for-baldur-s-gate-bundle).

Aus diesen Vergleichen lässt sich ableiten, dass Wizards of the Coast aus den Erfahrungen mit der Partner Mechanik gelernt hat. Die Designphilosophie hat sich in Richtung restriktiverer und kontrollierbarer Multi-Kommandeur-Mechaniken entwickelt. Der Fokus liegt nun darauf, Synergien zu fördern, ohne das Power Level unkontrollierbar ansteigen zu lassen oder die Meta zu homogenisieren. Die Lektion ist klar: Flexibilität ist wünschenswert, aber sie muss sorgfältig mit dem Power Level und den potenziellen Auswirkungen auf die Format-Balance abgewogen werden.

Die Zukunft der Partner Mechanik: Reprints und neue Designs

Angesichts der gemischten Reaktionen und der unbestreitbaren Auswirkungen auf die Commander-Meta hat Wizards of the Coast eine deutlich vorsichtigere Haltung zur Zukunft der Partner Mechanik eingenommen. Es ist unwahrscheinlich, dass wir in absehbarer Zeit eine Flut neuer Partner-Kommandeure sehen werden, die die gleiche weitreichende Kompatibilität wie die ursprünglichen C16-Karten bieten.

Die derzeitige Strategie scheint sich auf zwei Bereiche zu konzentrieren:

  1. Reprints bestehender Partner-Kommandeure: Wizards hat erkannt, dass viele der beliebten Partner-Kommandeure gesucht sind und ihre Verfügbarkeit verbessert werden muss. Reprints in Produkten wie Commander Masters, Secret Lairs oder anderen spezialisierten Commander-Sets sind eine Möglichkeit, dies zu tun, ohne das Format mit neuen, potenziell problematischen Karten zu überfluten. Diese Reprints helfen dabei, die Zugänglichkeit zu verbessern und die Preise für Einzelkarten zu stabilisieren, ohne die Balance der Meta weiter zu stören. Sie ermöglichen es neuen Spielern, die Mechanik zu erleben, ohne dass neue Power-Level-Diskussionen entfacht werden.

  2. Vorsichtige neue Designs mit Einschränkungen: Sollten in Zukunft neue Karten mit einer ähnlichen "Partner"-Fähigkeit erscheinen, ist es wahrscheinlich, dass diese mit erheblichen Einschränkungen oder einem deutlich höheren Mana-Cost einhergehen werden, um ein Übermaß an Stärke zu vermeiden. Die "Partner with"-Mechanik aus Battlebond oder die "Choose a Background"-Mechanik aus Commander Legends: Battle for Baldur's Gate sind Beispiele dafür, wie Wizards versucht, die Flexibilität von zwei Kommandeuren zu bewahren, während gleichzeitig das Balancing im Griff behalten wird. Neue Designs könnten sich auf Nischenstrategien konzentrieren, höhere Mana-Kosten haben oder Fähigkeiten besitzen, die weniger generischen Kartenvorteil oder Mana-Ramp bieten. Das Ziel wäre es, thematische und synergistische Paare zu schaffen, die das Format bereichern, anstatt es zu dominieren. Es ist auch denkbar, dass zukünftige "Partner"-Karten speziell für ein bestimmtes Set oder eine bestimmte Thematik entwickelt werden und nicht die Absicht haben, mit allen existierenden Partner-Kommandeuren zu interagieren.

Wizards of the Coast ist sich des kritischen Rückmeldungen bewusst und hat öffentlich zugegeben, dass einige der ursprünglichen Partner-Kommandeure zu stark waren. Die Lektionen aus der Partner Mechanik haben zweifellos die Designphilosophie für zukünftige Commander-Produkte beeinflusst. Die Balance zwischen Innovation und Stabilität ist ein ständiger Kampf, und die Partner Mechanik war ein Lehrbuchbeispiel dafür, wie eine gut gemeinte Idee unbeabsichtigte, weitreichende Konsequenzen haben kann. Die Zukunft wird zeigen, ob und wie Wizards diese Mechanik weiterentwickelt, aber eines ist sicher: Der Ansatz wird deutlich bedachter sein als bei ihrer ersten Einführung.

Fazit: War die Partner Mechanik ein Fehler?

Die Frage, ob die Partner Mechanik in Magic: The Gathering ein Fehler war, lässt sich nicht mit einem einfachen Ja oder Nein beantworten. Ihre Einführung im Jahr 2016 war zweifellos ein mutiger Schritt, der das Commander-Format revolutionierte und sowohl immense Vorteile als auch erhebliche Nachteile mit sich brachte.

Auf der positiven Seite hat die Partner Mechanik die Flexibilität und Kreativität im Deckbau auf ein neues Niveau gehoben. Spieler konnten plötzlich Farbkombinationen und Synergien erkunden, die zuvor unerreichbar waren. Die Möglichkeit, zwei Kommandeure zu haben, die sich gegenseitig ergänzen, führte zu innovativen Strategien und einem dynamischeren Spielgefühl. Für viele ist die Partner Mechanik ein Highlight, das das Commander-Erlebnis bereichert hat. Sie hat gezeigt, wie vielfältig und anpassungsfähig das Format sein kann.

Jedoch kann man die Kritikpunkte nicht ignorieren. Die Partner Mechanik führte unbestreitbar zu einem deutlichen Power Creep, insbesondere bei einigen der effizientesten Paare. Die Dominanz von Kombinationen wie Thrasios und Tymna in der kompetitiven Commander-Meta (cEDH) hat zu einer gewissen Homogenisierung geführt, bei der bestimmte Decks überproportional stark waren und andere Strategien in den Schatten stellten. Das Balancing neuer Karten mit dieser Fähigkeit stellte Wizards of the Coast vor erhebliche Herausforderungen.

Letztendlich war die Partner Mechanik in ihrem Konzept vielleicht kein Fehler, da die Idee, mehr Auswahl und Synergie in die Kommandozone zu bringen, grundsätzlich gut war. Der "Fehler" lag eher in der Ausführung einiger der ursprünglich entworfenen Partner-Kommandeure, deren individuelle Stärke und die Leichtigkeit, mit der sie mächtige Engines bilden konnten, unterschätzt wurden. Die Lektionen aus dieser Erfahrung haben Wizards of the Coast dazu veranlasst, ähnliche Mechaniken wie "Partner with" oder "Backgrounds" mit größerer Vorsicht und mehr Einschränkungen zu gestalten, um die Balance zu wahren.

Die Partner Mechanik hat das Commander-Format nachhaltig geprägt und ist ein integraler Bestandteil seiner Geschichte. Sie hat die Grenzen des Möglichen verschoben und gleichzeitig eine wichtige Diskussion über Power Level und Format-Balance angestoßen. Man kann sagen, dass sie eine wertvolle, wenn auch manchmal schmerzhafte, Lernerfahrung für Designer und Spieler gleichermaßen war, die das Commander-Format zu dem gemacht hat, was es heute ist.