• Cardmarket ist der spezialisierte Marktplatz für Sammelkarten in Europa. Verkäufer zahlen eine Provision auf den Verkaufspreis (rund 5 %, aktuelle Werte in der Cardmarket-Gebührentabelle).
  • eBay: Für Privatverkäufer sind Verkäufe innerhalb Deutschlands gebührenfrei. Bei Verkäufen ins Ausland und für gewerbliche Verkäufer fallen Gebühren an.
  • Gute Fotos und eine ehrliche Zustandsbeschreibung sind auf beiden Plattformen entscheidend.
  • Wertvolle Karten immer mit Sendungsverfolgung und passender Versicherung verschicken.

Wer Pokémon Karten verkaufen möchte, steht meist vor der Wahl: Cardmarket oder eBay? Beide Plattformen haben Vor- und Nachteile bei Gebühren, Reichweite und Aufwand. In diesem Leitfaden vergleichen wir beide und zeigen, wie Sie Ihre Karten gut präsentieren und sicher versenden.

Cardmarket: der Marktplatz für TCG-Sammler

Cardmarket wurde speziell für Sammelkartenspiele wie Pokémon, Magic: The Gathering und Yu-Gi-Oh! gebaut. Hier kaufen Sammler und Spieler, die genau wissen, was sie suchen.

  • Spezialisierte Zielgruppe: Käufer suchen gezielt nach bestimmten Karten und kennen deren Wert.
  • Preisdaten: Für fast jede Karte gibt es Preisverläufe und Trendpreise. Das hilft bei der Preisfindung.
  • Einfache Listung: Karte auswählen, Zustand und Sprache angeben, Preis festlegen.
  • Treuhandabwicklung: Das Geld wird erst freigegeben, wenn der Käufer den Erhalt bestätigt.
  • Gebühren: Cardmarket behält eine Provision vom Verkaufspreis ein, rund 5 %. Die aktuell gültigen Werte stehen in der Gebührentabelle von Cardmarket.

Für einzelne Karten ("Singles") ist Cardmarket für die meisten Verkäufer in Europa die erste Anlaufstelle.

eBay: große Reichweite, für Privatverkäufer in Deutschland gebührenfrei

eBay erreicht ein sehr breites Publikum. Das kann sich bei besonders gefragten Karten lohnen, vor allem mit Auktionen.

  • Privatverkäufer: Verkäufe innerhalb Deutschlands sind gebührenfrei. Für Lieferungen ins Ausland berechnet eBay eine internationale Gebühr, und Zusatzoptionen kosten extra.
  • Gewerbliche Verkäufer: zahlen eine kategorieabhängige Verkaufsprovision plus eine Gebühr pro Bestellung.
  • Auktionen: Bei sehr gefragten Karten können Bieterkämpfe den Preis nach oben treiben.
  • Nachteile: Das Publikum ist weniger auf Sammelkarten spezialisiert, die Preisrecherche ist aufwändiger, und bei Streit über den Zustand entscheidet der Käuferschutz häufig zugunsten des Käufers.

Die genauen Gebühren ändern sich regelmäßig. Prüfen Sie vor dem Verkauf die aktuelle Gebührenübersicht von eBay.

Cardmarket und eBay im Vergleich

Merkmal Cardmarket eBay
Zielgruppe TCG-Sammler und Spieler, vor allem Europa breites Publikum, weltweit
Gebühren Privatverkauf (Deutschland) Provision, rund 5 % gebührenfrei im Inland
Preisdaten Preisverläufe und Trendpreise pro Karte verkaufte Angebote als Referenz
Listung schnell, Karte aus Datenbank wählen eigenes Angebot mit Fotos und Text
Bezahlung über Cardmarket, Treuhand über eBay
Besonders geeignet für Singles aller Preisklassen gefragte Einzelstücke, Auktionen, ganze Sammlungen

Kurz gesagt: Für einzelne Karten an Sammler in Europa ist Cardmarket meist der einfachere Weg. Als Privatverkäufer in Deutschland kann eBay dank gebührenfreier Inlandsverkäufe trotzdem attraktiv sein, vor allem für gefragte Einzelstücke und ganze Sammlungen.

Tipps für Preis, Fotos und Beschreibung

Realistisch bepreisen

  1. Cardmarket-Preise prüfen: Suchen Sie die exakte Karte (Name, Set, Nummer, Sprache, Edition) und vergleichen Sie Trendpreis und aktuelle Angebote im gleichen Zustand.
  2. Verkaufte eBay-Angebote ansehen: Sie zeigen, was Käufer wirklich bezahlt haben.
  3. Zustand ehrlich einschätzen: Near Mint erzielt deutlich mehr als Played oder Damaged.

Gute Fotos

  • Helles, diffuses Licht ohne Spiegelungen.
  • Vorder- und Rückseite, dazu Nahaufnahmen von Ecken und Kanten.
  • Holo-Karten leicht schräg fotografieren, damit Effekt und eventuelle Kratzer sichtbar sind.
  • Neutraler, einfarbiger Hintergrund.
  • Mängel immer zeigen. Das vermeidet Reklamationen.

Ehrliche Beschreibung

  • Grunddaten: Kartenname, Set, Kartennummer, Seltenheit und Sprache.
  • Zustand: übliche Stufen sind NM (Near Mint), LP (Lightly Played), MP (Moderately Played), HP (Heavily Played) und DMG (Damaged).
  • Besonderheiten: 1. Edition, Shadowless, Reverse Holo, Full Art, Alternate Art oder Grading (zum Beispiel PSA 10).

Sicher versenden

Richtig verpacken

  1. Karte in eine weiche Hülle (Penny Sleeve) stecken.
  2. Dann in einen Toploader oder Card Saver. Die Öffnung mit einem Team Bag oder einem kleinen Streifen Malerband sichern.
  3. Zwischen zwei Kartonstücke legen und fixieren.
  4. In einen Luftpolsterumschlag oder bei größeren Mengen in einen gepolsterten Karton.

Versandart nach Wert wählen

  • Günstige Karten: einfacher Brief, wenn ein Verlust verkraftbar ist.
  • Mittlerer Wert: Einschreiben mit Sendungsverfolgung.
  • Hoher Wert: versichertes Paket oder Wertbrief mit ausreichender Versicherungssumme.

Aktuelle Preise und Haftungsgrenzen finden Sie bei Deutsche Post und DHL. Bei sehr wertvollen Karten lohnt es sich, das Verpacken mit Fotos oder einem Video zu dokumentieren.

Weitere Möglichkeiten

Lokale Spieleläden kaufen häufig Karten an. Sie bekommen sofort Geld oder Ladenguthaben und sparen sich Versand und Plattformgebühren, erhalten aber meist weniger als den Marktpreis, weil der Laden weiterverkaufen muss. Auf Sammlerbörsen und TCG-Events können Sie direkt an andere Sammler verkaufen.

Fazit

Für die meisten Einzelkarten ist Cardmarket der schnellste Weg zu Sammlern in Europa. eBay punktet mit Reichweite, Auktionen und gebührenfreien Inlandsverkäufen für Privatpersonen. Egal wo Sie verkaufen: Ehrliche Beschreibung, gute Fotos und sicherer Versand machen den Unterschied. Neue Karten und Booster für Ihre Sammlung finden Sie in unserer Pokémon Kollektion.